Raritäten

Ackerhellerkraut

Die meist einjährige, krautige Pflanze erreicht eine Wuchshöhe von etwa 10 bis 40 cm. Die ganze Pflanze ist kahl, gelbgrün und riecht beim Zerreiben deutlich nach Lauch. Der Stängel wächst aufrecht, ist meist verzweigt und kantig. Die grossen, ovalen Schötchen sitzen auf etwa 7 bis 15 mm langen und fast waagerecht abstehenden Stielen. Das Acker-Hellerkraut wächst in Ackerunkrautgesellschaften, aber auch in Ruderalgesellschaften und auf Schuttplätzen. Es bevorzugt nährstoffreiche, humose, insbesondere lehmige Böden. Die ölhaltigen Samen werden von September bis Oktober zu Speiseöl verarbeitet. Die jungen Triebe und Blätter von April bis Mai Gemüsegerichten und Salaten beifügen. Die Wurzeln sind während der ganzen Vegetationsperiode essbar.

Aussaat Freiland: März- April. Ernte: Mai- Oktober


Thlaspi arvense, Brassicaceae 

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Ackerkohl

Seltene Ackerwildpflanze mit Kohlgeschmack, die in Getreide- und Schuttunkrautgesellschaften wächst. Wild sehr selten anzutreffen. In Deutschland wird er in Gefährdungs- Kategorie 2= stark gefährdet eingestuft. Die Blätter schmecken in Salaten vorzüglich. Anspruchslos.

Aussaat Freiland: Mai. Ernte: Juni- August


Conringia orientalis, Brassicaceae

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Alant

Alant ist eine Pflanze aus der Familie der Korbblütler. Er wird bereits seit der Antike als Heil- und Gewürzpflanze verwendet, ist mehrjährig und hat von Juli bis September auffällige gelbe Blüten. Der starke Wurzelstock hat einen aromatischen Geruch und enthält viel Inulin, ein dem Fruchtzucker ähnliches Kohlehydrat. Alant wird heute nur noch selten in der Küche eingesetzt. Die Wurzel des Alant fand seit der Antike aufgrund ihres bitteren, harzigen Geschmacks zum Teil Verwendung als Gewürz für Süssspeisen und Magenbitter.

Anziehen Freiland: Mai. Ernte: August- Oktober

Inula helenium, Asteraceae​​​​​​​

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Ananassalbei

Die Ananasalbei ist ein immergrüner Zwergstrauch, der Wuchshöhen von 80 bis 180 Zentimetern erreichen kann. Die gegenständigen, einfachen, weich behaarten Blätter besitzen einen gesägten Blattrand, sind 5 bis 10 cm lang und duften schwach nach Ananas. Die Blätter und Blüten werden als Würzkraut beispielsweise für Getränke, Blatt- oder Fruchtsalate verwendet.[

Ernte: Mai- Oktober


Salvia elegans, Lamiaceae​​​​​​​

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Anisysop Koreanischer

Ausdauernde Tee- und Gewürzstaude mit dekorativer, blauer Blüte. Wird ca. 60 cm gross. Die süssen, nach Anis riechenden Blätter als Tee oder Gewürz verwenden.

Anziehen Freiland: April-Mai. Ernte: Juni-Oktober


Agastache foeniculum, Lamiaceae​​​​​​​

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Aztekisches Süsskraut

Dekoratives Eisenkrautgewächs aus Mittelamerika mit diversen Süssstoffen. Der wichtigste, Hernandulcin, hat die 1000 fache Süsskraft von Saccharose und wird in seiner Heimat auch gegen Erkältungskrankheiten eingesetzt. Der Halbstrauch eignet sich auch als Ampelpflanze. Lippia ist in unseren Breitengraden nicht winterhart, kann aber gut in der Wohnung überwintert werden.

Ernte: Mai-Oktober


Lippia dulcis, Verbenaceae

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Barbarakraut

Die aus Nordamerika stammende Kulturpflanze war schon im Mittelalter bekannt und wurde damals auch gegen Skorbut verwendet. Sie ist zweijährig und hat gerne feuchte, humose Böden an leicht schattiger Lage. Die Blätter sind im Frühling wesentlich milder wie im Sommer und können dann in Salate gemischt werden. Versamt!

Anziehen Freiland: April- Mai.. Ernte: Juni- April


Barbarea vulgaris, Brassicaceae 

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Borretsch Alba

Die ursprünglich im Mittelmeerraum beheimatete Pflanze wird seit dem späten Mittelalter in Mitteleuropa kultiviert und hat dekorative, weisse Blüten. Die Blätter und Blüten können als Salatbeigabe verwendet oder Suppen beigefügt werden.

Aussaat Freiland: April- Mai. Ernte: Juni-Oktober



Borago officinalis, Boraginaceae 

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Brunnenkresse

Wasserpflanze, die frisches Quellwasser benötigt. Auch Erdkultur ist möglich, der Ertrag ist dann jedoch geringer. Ernte von Juli über den Winter bis im Mai. Der hohe Anteil an Vitamin C und Jod machen sie gesundheitlich wertvoll. Frische Brunnenkresse kann zu Salaten, Suppen, Quark und Soufflés verwendet werden.

Anziehen Freiland: März- April. Ernte: Juli- Mai



Nasturtium officinale, Brassicaceae 

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Gartenheidelbeere

Ca. 50 cm grosses Nachtschattengewächs mit heidelbeerartigen Beeren. Sonnige Lage und nährstoffreicher Boden werden bevorzugt. Die Beeren können roh gegessen werden. Versamt.

Aussaat Freiland: April- Mai. Ernte: Juli-Oktober



Solanum nigrum (burbankii), Solanaceae 

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Gewürzfenchel

Der sehr dekorative, zweijährige Gewürzfenchel ist in China, Vorderasien und im Mittelmeerraum beheimatet. Im Garten zieht er Nützlinge an. Genutzt werden die Samen für Tee und als Gewürz. Im Altertum diente er vor allem als Arzneimittel.

Aussaat Freiland: März- April. Anziehen Haus: Februar. Anziehen Freiland: Ernte: Mai-Oktober



Foeniculum vulgare, Apiaceae

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Gewürztagetes

Sehr dekorative, kugelförmige, bis 30 cm grosse Tagetes. Die Blätter schmecken intensiv nach Mandarinen und können Salaten oder Desserts beigemischt werden.

Aussaat Freiland: April- Mai. Ernte: Juli- Oktober


Tagetes tenuifolia, Asteraceae

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Glückskleerübchen

Knollenfrucht aus Mexiko mit weissen, kegelförmigen bis daumengrossen, stärkehaltigen Wurzeln. Mit schönen, rosaroten Blüten. Die erbsengrossen Seitenknollen können frostfrei und trocken überwintert und im Frühling wieder ausgepflanzt werden. Die Wurzeln mit Butter dünsten oder süss- sauer einlegen. Nach der Ernte rasch verbrauchen, da sie am Lager schnell austrocknen.

Setzen Freiland: März- April. Ernte: September- Oktober

Oxalis tetraphylla, Oxalidaceae

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Heilzwiebel

Alte Heilpflanze, die im Haus gezogen werden kann. Die zerstossenen Blätter wirken bei Verstauchungen, Prellungen, offene Beinen, als "Zugsalbe" und allgemein desinfizierend. Die Heilzwiebel ist giftig und darf auf keinen Fall gegessen werden! Die Hautverträglichkeit zuerst an einer kleinen Stelle ausprobieren. Zwischen die Rüebli gepflanzt soll sie die Möhrenfliege vertreiben. Nicht winterhart.

Setzen in Topf: März- April/ September- Oktober. Ernte: ganzes Jahr

Ornithogalum longibracteatum, Hyacinthaceae 

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Johannisbeere Weisse von Wurzen

Wurde um 1850 in Frankreich gezüchtet. Auffallend süsse und würzige, bei Vollreife goldgelbe Beeren mit durchscheinenden Samen. Der breite Strauch mit ausladenden, schlanken Trieben eignet sich gut als Spalier.

Setzen: März- April/ September- November. Ernte: Juli- August


Ribes Hybriden, Grossulariaceae 

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Knoblauchgamander

Seltene, mehrjährige Wildpflanze mit knoblauchartigem Duft, die in Flachmooren, Gräben und an Ufern heimisch ist. Sie wächst aber auch an trockenen Standorten. Die Blätter eigenen sich als Beigabe zu Salaten, Pesto und Saucen.

Setzen: März- Mai. Ernte: Mai-Oktober


Teucrium scordium, Lamiaceae 

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Lauchhellerkraut

Lauch- bis kresseartig schmeckendes, 20- 60 cm grosses Ackerwildkraut. Ursprünglich wuchs das Lauchhellerkraut in Acker-Unkrautfluren, ist daher grösstenteils ausgestorben. Schmeckt sehr gut in Salaten. Braucht zum Keimen Kälte.

Aussaat Freiland: Februar- März/ September- Oktober. Ernte: Ab Mai

Thlaspi alliaceum, Brassicaceae 

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Marienblatt

Bis 1m hohe Heilpflanze aus Vorderasien, die Wärme und Licht liebt. Nicht winterhart. Die Knospen und Blüten finden Verwendung in der ostasiatischen Küche (Chop- Suey- Grün) sowie als Tee und Gewürz. Knospen kurz abgebrüht gelten als Delikatesse. Die jungen, zarten Blätter und Sprosse werden als Salatbeilage oder Spinatersatz gegessen.

Setzen in Topf: März- April/ September- Oktober. Ernte: Mai- Oktober

Tanacetum balsamita, Asteraceae 

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Stachelbeere Gelbe Triumphbeere

Die Kulturformen der Stachelbeere entwickelten sich aus der Wildart Ribes uva-crispa. Die Wildart wächst fast überall im gemässigten Klima Europas. Erste Nachweise aus Deutschland stammen aus dem Mittelalter. Im 17. Jh. begann in England die Kultur der Stachelbeeren. Rote, grüne, gelbe und weisse Sorten tragen zu einer grossen Vielfalt bei. Um 1889 in Tschechien gefunden. Frühsorte mit leuchtend gelben, schön geaderten, glatten, kahlen, länglich elliptischen Beeren. Strauch halb aufrecht mit überhängenden Zweigen. Beeren halten sich nur kurze Zeit am Strauch.

Setzen Freiland: März- April/ September- November. Ernte: Juli- August

Ribes uva-crispa (incl. divaricatum/hirtellum und Hybriden)

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Stevia

Stevia rebaudiana, Asteraceae

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Das Süsskraut (Stevia rebaudiana) wird von der indigenen Bevölkerung von Paraguay und Brasilien schon seit Jahrhunderten wegen seiner Süsskraft als Süssstoff und Medizin verwendet. Der darin enthaltene süsse Hauptinhaltsstoff, Steviosid ist ungefähr 300 Mal süsser als Tafelzucker. Die Blätter lassen sich frisch oder getrocknet und pulverisiert gut verwenden zum Süssen von Tee, aber auch als spezieller Zusatz bei Tomatensaucen, Salatsaucen oder Fruchtquark. Stevia ist vielseitig anwendbar und ist zudem kalorienfrei. Es beeinflusst, trotz der starken Süsse, den Blutzuckerspiegel nicht! Darum ist es auch für Diabetiker unbedenklich. Mehrjährig, aber bei uns nicht winterhart, darum in einem Topf ziehen und frostfrei überwintern.

Aussaat Topf: Mai. Ernte: Mai- Oktober


Die Kulturformen der Stachelbeere entwickelten sich aus der Wildart Ribes uva-crispa. Die Wildart wächst fast überall im gemässigten Klima Europas. Erste Nachweise aus Deutschland stammen aus dem Mittelalter. Im 17. Jh. begann in England die Kultur der Stachelbeeren. Rote, grüne, gelbe und weisse Sorten tragen zu einer grossen Vielfalt bei. Spätsorte, 1888 in den USA gezüchtet. Beeren elliptisch bis birnenförmig, verwaschen altrosa, bei Vollreife weinrot, glatt, stark bereift, süss und aromatisch, über längere Zeit reifend. Strauch stark- und hochwüchsig, robust und relativ mehltautolerant.

Setzen Freiland: März- April/ September- November. Ernte: Juli- August


Stachelbeere Poormann

Ribes uva-crispa (incl. divaricatum/hirtellum und Hybriden)

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Süsskartoffel

Die Süßkartoffel ist eine mehrjährige krautige Kletterpflanze. Die Stängel liegen meist kriechend auf dem Boden auf und bilden an den Knoten Adventivwurzeln. Je nach Sorte kann die Gesamtlänge eines Stängels zwischen 0,5 und 4 m betragen. Süsskartoffeln sind Knollen, die, wie die Kartoffeln, in der Erde wachsen. Die Süsskartoffel gehört jedoch zur Familie der Windengewächse. Sie stehen auf dem dritten Platz der Weltproduktion von Wurzel- und Knollennahrungspflanzen. Knollen ab März halbieren und in einem Topf an der Wärme auf die Erde legen. Nach ca. 1 Monat bilden sich Wurzeln und die Augen der Knolle treiben Sprosse. Diese abschneiden, in Stücke schneiden und in eine Glas Wasser stellen. Die bewurzelten Stecklinge im Mai anschliessend auspflanzen.

Anziehen Haus: März. Ernte: September- Oktober


Ipomea batatas, Convolvulaceae 

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Verveine

Dieser verholzende Halbstrauch ist bekannt als Zitronenverbene oder Verveine, ist vor allem durch den Verveine-Tee ein Begriff. Die Blätter riechen intensiv nach Zitrone und können frisch oder getrocknet verwendet werden. Der nicht frostharte, verholzende Halbstrauch treibt im Frühling von unten aus. Ab Juni erscheinen weisse Blüten. Stösst im Herbst das Laub ab und kann anschliessend stark zurückgeschnitten werden. Dadurch eine ideale Kübelpflanze, von welcher in warmen Wintergärten das ganze Jahr über Blätter geerntet werden können.

Ernte: Ganzes Jahr


Aloysia triphylla, Verbenaceae

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Zackenschötchen Slowakei

Mehrjähriger Kreuzblütler mit grossen, pfeilförmigen Blättern und sehr tief wachsender Wurzel. Anspruchslos, wächst auch im Halbschatten und bei Trockenheit. Gegessen werden die jungen Sprosse und Blätter roh oder gekocht. Die einjährigen Wurzeln schmecken ähnlich wie Meerrettich. Da das Zackenschötchen auf der schwarzen Liste der Neophyten ist, gebe ich kein Saatgut ab!

Anziehen Freiland: April- Mai. Ernte: Ab zweitem Jahr April- Juni


Bunias orientalis, Brassicaceae 

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Sauerklee Peruanischer

Alte Knollenfrucht aus den Anden, die wie Kartoffeln kultiviert wird. Sehr robust, wird von Schädlingen und Krankheiten verschont- ausser von Mäusen. Die Knollen haben einen angenehm säuerlichen Geschmack.

Setzen Freiland: März- April. Ernte: September- Oktober

Oxalis tuberosa, Oxalidaceae 

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